Am 19. August 2025 trafen sich im Rahmen des European Forum Alpbach Expert:innen aus Industrie, Forschung und Politik zum Praxisfrühstück Industrie 4.0 und dem anschließenden Tiroler Technologiebrunch. Organisiert von der Plattform Industrie 4.0 in Kooperation mit der Standortagentur Tirol bot die Veranstaltung einen kompakten Überblick über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und industrielle Innovation.

Ein besonderes Highlight aus Sicht von EIT Manufacturing East: Mike Pokrovskys Präsentation des in Partnerschaft stehenden Startups Neuron Soundware aus Prag. Das Unternehmen hat sich auf KI-gestützte Predictive Maintenance spezialisiert. Maschinen wird „zugehört“, ihre Geräuschmuster analysiert und in wertvolle Wartungs- und Qualitätsinformationen übersetzt. Mit dieser Technologie lassen sich kostspielige Ausfälle frühzeitig erkennen, Wartungskosten senken und Produktionsprozesse optimieren. Besonders in der Automobilfertigung eröffnet dieser Ansatz neue Möglichkeiten, etwa durch die Analyse von Vibrationen bei der Werkzeugherstellung, um potenzielle Probleme sichtbar zu machen, bevor sie entstehen.

Neben Neuron Soundware gaben weitere Beiträge spannende Einblicke:

  • Michael Heiss (Siemens) zeigte, wie industrielle KI skalierbar gemacht werden kann – von Assistenzsystemen bis zu Industrial Foundation Models.
  • Tom Lemmerer (Microsoft) präsentierten ihre AI Roadmap in Kooperation mit der Zumtobel Group und den Weg von Pilotprojekten zur breiten Anwendung.
  • Michael Eidenberger-Schober (Plansee Group) stellte vor, wie das Data Mesh-Prinzip komplexe Produktionsketten optimiert.
  • Rainer Haag (ematric GmbH) plädierte für praxisnahe MINT-Labore als Innovationsmotor und frühe Fortbildungsmöglichkeit für Kinder im Kindergarten- und Volkschulalter.

Der anschließende Technologiebrunch bot Gelegenheit zum vertiefenden Austausch – von der Rolle Tirols als Industriestandort bis zu den Potenzialen von Life Sciences und regionalen „Hidden Champions“. Der Ausklang erfolgte mit starker politischer Präsenz und umfangreichen Netzwerkmöglichkeiten mit Vertreter:innen aus KMU sowie Startups.

 

Der Nachbericht der Plattform Industrie 4.0 ist hier abrufbar: Link

 

Pressekontakt:

Lukas Schwab, MSc. (WU)

EIT Manufacturing East

lukas.schwab@eitmanufacturing.eu